PFARRE ALTMANNSDORF
   
 
Allgemeines

 

 
 
Sakramente - Zeichen der Liebe Gottes
 
 
Am Beginn jedes menschlichen Lebens steht Gottes JA. Zum Zeichen Seiner Liebe nimmt es Gestalt an und wächst als Mensch heran.
 
 
Zeichen sind wichtige Bestandteile unseres Lebens. Als wahrnehmbare Künder einer Botschaft haben sie eine unverkennbare Bedeutung. Sie erleichtern das Menschsein. Schon ein Blick auf eine Straßenkreuzung beweist die Notwendigkeit von Zeichen: Autos mit Kennzeichen, Verkehrszeichen, Straßenbezeichnungen, Ampeln. Wir brauchen Zeichen zur Erhaltung der Ordnung und Orientierung im öffentlichen Leben und privaten Bereich.
 
 
Neben allgemeinen sind es ganz persönliche Zeichen, die das menschliche Leben bestimmen. Der Mensch wurde von Gott so erschaffen, dass er Zeichen der Anerkennung, des Angenommenseins, der Freude, Freundschaft und Liebe braucht. Nur durch sie vermag er Zuwendung, Beistand und Hilfsbereitschaft als solche zu erkennen. Bedenken wir die Ausdrucksvielfalt der Körpersprache eines Menschen! Es sind die untrüglichen Zeichen des Denkens, der Konzentration, der Trauer, Verzweiflung, Enttäuschung und Wut, des Ärgers, aber auch der Freude, Begeisterung, Zustimmung, Dankbarkeit, inneren Bewegung und Zuwendung, die uns Einblick in den Seelengarten des Mitmenschen gewähren. Lachen und Weinen, ein Händedruck, immer sind es Zeichen, die dem Menschsein die Lebendigkeit erhalten. Sie drücken etwas aus. Die Zeichen der Liebe reichen vom freundschaftlichen Händedruck bis zum zärtlichen Blick, von der innigen Umarmung bis zur wortlosen Übereinstimmung. Oft genügt schon die Anwesenheit des geliebten Menschen allein. Wir müssen zeigen, was wir empfinden. Denn, Zeichen der Liebe verbinden: Menschen untereinander und mit Gott.
 
 
Als Schöpfer weiß und versteht Gott am allerbesten, dass wir sichtbare Zeichen Seiner Bejahung, Annahme und Liebe brauchen.
 
 
Gott ist Geist. Um Seine grenzenlose Liebe zu uns zu beweisen, hat Er Seinen Sohn in die Welt gesandt.
 
Christus hat durch die sieben Sakramente Zeichen Seiner nie versiegenden Liebe zu uns gesetzt. Die Sakramente garantieren jene unvergleichlich schönen Momente unseres Lebens, in denen wir hundertprozentig sicher sein können, Christus zu begegnen, von Seiner Liebe ganz umfangen und von Seinem Segen berührt zu sein.
Die Einsetzung der sieben Sakramente finden wir in der Heiligen Schrift. Durch die Taufe werden wir von Christus angenommen und durch die Firmung zu vollverantwortlichen Mitgliedern der Kirche. Die Teilnahme an der Eucharistie beinhaltet in der Vereinigung mit Christus den Höhepunkt des christlichen Lebens. Verzeihung und Versöhnung gewährt uns das Sakrament der Buße. Die Krankensalbung vermittelt Stärkung und Trost. Im Weihesakrament werden Menschen zu Kündern der Frohen Botschaft bestellt. Anteil am Geheimnis der Einheit und Liebe zwischen Christus und der Kirche erhalten christliche Brautleute durch das Ehesakrament.
Alle Sakramente sind Zeichen der Anwesenheit Christi und als solche Beweise Seiner Liebe. Wir sollen diese Gnadengeschenke bewusst annehmen und den Sakramentenempfang nicht nur als familiären Brauch oder ein gesellschaftliches Muss einstufen.
Besinnen wir uns darauf, dass in den Sakramenten sichtbare Zeichen mit dem unsichtbaren Heilswirken Christi verbunden sind, verstehen wir besser, dass sie Lebensquellen der Kirche sind.
Christus gibt uns die Zeichen Seiner Liebe in jedem Alter. Sie aus dem Geist des Gebetes spürbar positiv zu erfahren, wünsche ich jedem von uns. Pfr. Nikolaus